Das Konzept für die fünf Kunststandorte arbeitet mit den Gegenständen, die von Innenarchitektur und Haustechnik für die Lise-Meitner-Schule vorgesehen sind: Glassauger, Sessel, Stühle, Hocker, Tische, Lampen, Türklinken, Steckdosen, Armaturen, Beschläge, Kleiderhaken sowie Kantinengeschirr werden zu Objekten und Assemblagen verarbeitet.
Die alltäglichen Gegenstände werden in Formen gebracht, die an Darstellungen von Molekülen, Helixen, Zellen, Atomen und Mikroorganismen erinnern. So thematisieren die Arbeiten zugleich Lise Meitners wissenschaftliche Leistungen und den Bildungsauftrag der nach ihr benannten Schule. Die Installationen spielen mit Darstellungskulturen aus Wissenschaft und Forschung und verbinden unterschiedliche Dimensionen aus Chemie, Physik, Biologie, Kunst und dem Gebäude selbst.
Das durchgängige Konzept zieht Besucher:innen vom Eingang durch alle Foyeretagen und unterstützt die Orientierung im Gebäude. Bereits beim Betreten werden die Kunststationen der oberen Etagen angekündigt.
Der Begriff „Bricolage“ (von frz. bricoler: herumbasteln) wurde 1962 von Claude Lévi-Strauss in die Anthropologie eingeführt. Er beschreibt ein Vorgehen, bei dem mit direkt verfügbaren Ressourcen gearbeitet wird, statt speziell angefertigte Mittel zu beschaffen.