Das Projekt „Möglichkeitsräume“ umfasst zwei unterschiedliche Gestaltungselemente entlang der Karl-Marx-Straße, die den öffentlichen Raum funktional und ästhetisch aufwerten:
Good Bank
Umgestaltete Sitzbänke aus lackiertem V2A-Edelstahl (1710 x 560 x 465 mm) mit drei differenzierten Sitzhöhen: 35 cm (Kindersitzhöhe), 46,5 cm (normale Sitzhöhe) und 55 cm (Komforthöhe). Die reflektierende Bank versteht sich als familienfreundliches Sitzmöbel, bespielbarer Erlebnisraum und ästhetischer Gegenstand der Betrachtung.
Flüsse
Entlang der Karl-Marx-Straße sind fünf „räumliche Öffnungen“ in Form von Einlagen im Bürgersteig verteilt. Die Arbeiten sind als Offenbarung fließender, rhizomatischer Strukturen zu verstehen, die aus ungeschliffenen Marmorplatten mit einer besonderen Textur geschaffen wurden. Optisch verweisen die Platten auf Bewegung, auf die Dynamik des Raums und auf die Verbindungen, also auf alles, was die Karl-Marx-Straße umschließt. Die Gehwegplatten, die die Öffnungen umgeben, bestehen aus gefärbtem Beton und heben sich durch einen subtilen Kontrast von den übrigen ab.
Wettbewerbskontext
Die Arbeit entstand im Rahmen eines Gutachterverfahrens zum Umbau der Karl-Marx-Straße, das im April 2013 gestartet wurde. Ziel war es, neben höherer Verkehrsqualität und -sicherheit für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen auch zusätzliche Aufenthaltsqualität zu schaffen. Fünf ausgewählte Künstler:innen und Architekt:innen wurden eingeladen, Objekte zu entwerfen, die künstlerische Gestaltung und Möblierung vereinen. Die Entwürfe konnten zwei- oder dreidimensional sein – integriert ins Pflaster der Seitenräume oder als Sitzmöglichkeiten, Spiel- und Kletterelemente konzipiert.