Interaktive Vorhanginstallation in einem Schulraum.
© Heinrich Holtgreve

Eva Berendes: Mutabor

Die Vorhanginstallation MUTABOR verwandelt die Mehrzweckhalle der Elbe-Schule in einen wandelbaren Bühnen- und Bildraum. Entlang einer umlaufenden Theaterschiene lassen sich vier Vorhangteile flexibel bewegen und neu positionieren. Die Installation kann als klassischer Theatervorhang dienen, sich in ein großflächiges Wandbild verwandeln, nahezu unsichtbar werden oder den Raum dominant prägen. Durch die variable Anordnung entstehen immer neue räumliche Konstellationen.

Die Vorhangteile sind beidseitig gestaltet – jede Seite invertiert die andere farblich:schwarz wird weiß, dunkelrot zu hellgrün.

Das Motiv arbeitet mit universellen Grundformen: Kreise, Dreiecke, Linien. Darin verbergen sich Comic-Augen und Sprechblasen, die ein Dreieck zur überdimensionalen Nase oder einen Halbkreis zum Versteck machen. Schwebende Dreiecke und Viertelkreise erinnern an Play-Symbole und Richtungspfeile.

Der Titel MUTABOR (lat. „ich werde mich verwandeln“) stammt aus Wilhelm Hauffs Märchen „Kalif Storch“ und verbindet orientalisches mit westlichem Kulturerbe – wie die diverse Schülerschaft der Elbe-Schule selbst.

Daten und Fakten

  • Standort: Elbe-Schule Neukölln in der Elbestraße 11
  • Fertigstellung: 2020
  • Wettbewerbsart: Nichtoffener einphasiger Wettbewerb
  • Wettbewerbsteilnehmende: Bettina Allamoda, Eva Berendes, Barbara Eitel, Julia Mensch, Emma Rytoft
  • Realisierungsbetrag: 12.000 €
Interaktive Vorhanginstallation in einem Schulraum. Kind mit Kunst am Bau Werk in der Elbeschule Modell eines Kunst am Bau Werkes im Form einer Vorhangsinstallation