Pavillonplatz
Die Künstlerinnen Nuray Demir und Pia Lanzinger erforschen im Rahmen von „Gropius‘ Kulturinseln“ den neu gestalteten Pavillonplatz im Grünzug als sozialen Resonanzraum – drei Jahre lang gemeinsam mit den Anwohner:innen der Gropiusstadt.
Walter Gropius träumte von einer Stadt, die nicht nur Wohnraum bietet, sondern Menschen zusammenbringt. Diesen Gedanken greifen die Künstlerinnen auf und fragen: Was zeichnet eine lebendige Nachbarschaft aus? Wer kümmert sich um wen und warum? Wie entstehen Freundschaft, Fürsorge und Vertrauen zwischen Menschen, die Tür an Tür oder im selben Kiez leben?
Der temporäre Teepavillon soll ein offener Ort der Begegnung für alle Anwohner:innen werden. Bei einem Glas Tee laden die Künstlerinnen ein, ins Gespräch zu kommen, eigene Fragen und Gedanken mitzubringen und gemeinsam darüber nachzudenken, was die Nachbarschaft verbindet. Ihre Stimmen und Vorstellungen sollen zum Kern des Projekts werden.
Der Teepavillon startet am 17. Juni und ist bis zum 10. Juli jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr im Grünzug präsent. Den Abschluss bildet im September ein großes gemeinschaftliches Dinner: eine Feier der Nachbarschaft unter freiem Himmel.
Alle sind herzlich eingeladen vorbeizukommen. Mit Fragen und Wünschen im Gepäck.
Programm auf dem Pavillonplatz
Mittwoch, 17. Juni: Offene Chorprobe mit dem Chor der Statistik
Freitag, 19. Juni: Gespräch zu Sorgende Stadt mit Eva Hertzsch und Adam Page
Freitag, 26. Juni: Partizipative Performance „Als meine Migrant Mama mir zeigte, dass…“ mit My Migrant Mama & much cooler than yours
Mittwoch, 1. Juli: Koreanische Teezeremonie mit Iden Sungyoung Kim
Freitag, 3. Juli: Tanzstunde mit Rebecca Jefferson
Freitag, 10. Juli: Konzert mit Derya Yıldırım
Nuray Demir und Pia Lanzinger sind beide in Großwohnsiedlungen aufgewachsen: im Sauerland und im Hasenbergl am Stadtrand von München. Nurays Eltern kamen aus Anatolien, Pias Mutter aus einem Dorf am Semmering. Diese gemeinsame Erfahrung prägt ihre künstlerische Arbeit: nah an den Menschen, kollaborativ und offen für das, was ein Ort erzählt. Mit Aktionen, performativen Inszenierungen und gemeinsamen Momenten gestalten sie den Teepavillon als Raum der Begegnung und des Austauschs. Sie freuen sich mit den Anwohner:innen der Gropiusstadt zusammen am Pavillonplatz aktiv zu werden.